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  • Hagen, 16. November 2011

Juso-Besichtigung der Müllverbrennungsanlage

HEB ist modernes, unverzichtbares Unternehmen der kommunalen Daseinsvorsorge

Die Besuchergruppe der Jusos Hagen um ihren Vorsitzenden Timo Schisanowski (3. v.r.) und dem MVA-Betriebsleiter Lutz Moeller (r.) bei der Besichtigung.
Die Arbeitsgemeinschaft der Jusos in der Hagener SPD besichtigte am vergangenen Dienstag die Müllverbrennungsanlage des Hagener Entsorgungsbetriebes HEB. Dabei verschaffte man sich im Gespräch mit Herrn Lutz Moeller, MVA-Betriebsleiter, einen tiefen Einblick in die Wirkungsweise und Bedeutung der Anlage als wichtiger Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge in der Stadt Hagen.

Bei der Besichtigung bekamen die jungen SPDler die Möglichkeit geboten einen Blick in die Müllverbrennungsanlage zu werfen: Nach einem Einführungsvortrag über die Verfahrenstechnik konnten sie bei einem Rundgang durch die Müllverbrennungsanlage den Anlieferbereich für Lkw, die Wertstoffannahme, den Müllbunker, die Kessel (inklusive Blick in das Feuer), die Schaltwarte und die Krankanzel sehen.

Seit über 40 Jahren leistet die Müllverbrennungsanlage einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit und Sauberkeit der Stadt Hagen. Im Jahr 1963 waren alle Deponien in Hagen ausgelastet und die Anwohner der damaligen Müllkippe auf dem Gelände des heutigen Hamecke-Parks klagten über einen "Mordsgestank", Ungeziefer und Kippenbrände. 1964 beschloss der Rat der Stadt Hagen den Bau einer der ersten Müllverbrennungsanlagen der Bundesrepublik. Nach 21 Monaten Bauzeit und 16 Millionen DM Baukosten wurde die schlüsselfertige MVA im März 1967 in Betrieb genommen. Noch heute ist die Anlage mit ihrer patentierten Technik auf neuestem Stand. 120.000 Tonnen Müll pro Jahr werden thermisch verwertet und zum Teil als Fernwärme genutzt.

In diesem Zusammenhang haben sich die SPD-Nachwuchspolitiker die Idee der geplanten neuen Turbine erläutern lassen. Mit dieser Turbine wird insbesondere der in den Sommermonaten anfallende Überschuss an Dampfenergie zur Produktion von elektrischer Energie wirkungsvoll genutzt und damit der sonst notwendige Prozess der Abwärmezufuhr in die Atmosphäre verhindert. Dazu Juso-Vorsitzender Timo Schisanowski: „Das von der SPD forcierte Bekenntnis der Hagener Politik zum langfristigen Erhalt der MVA sowie den Neubau der Turbine ist richtig und wichtig."

Insgesamt, so Schisanowskis anerkennendes Fazit am Ende der höchst informativen Besichtigung, "ist der HEB ein modernes, unverzichtbares Unternehmen der kommunalen Daseinsvorsorge, egal ob für die Leistungen der Straßenreinigung, des Winterdienstes oder die heute eindrucksvoll dargebotene umweltfreundliche Entsorgung aller anfallenden Abfälle."