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  • Hagen, 20. Juli 2010

Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Herrn Jörg Dehm:

Jusos Hagen fordern Informationsveranstaltung und Bekenntnis zum uneingeschränkten Fortbestand des Kultopias!
Kevin Niedergriese, stv. Vorsitzender der Jusos Hagen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dehm,

wie Sie wissen und auch den heimischen Medien zu entnehmen war, gibt es Pläne zum Umbau des stillgelegten Willi-Weyer-Bads in eine Seniorenwohnanlage.

Die Hagener Jusos haben, seitdem diese Pläne öffentlich bekannt geworden sind, viele Nachfragen von Jugendlichen aus dem gesamten Hagener Stadtgebiet erreicht, in denen die jungen Menschen angesichts dieser neuen Nutzungsform in unmittelbarer Nähe des Kultopias ihre Sorge um den uneingeschränkten Fortbestand der Kinder- und Jugendeinrichtung geäußert haben.

Denn wie allgemein bekannt ist, und das wollen die Hagener Jusos an dieser Stelle ganz bewusst nicht unerwähnt lassen, schreibt das Kultopia seit seiner Eröffnung eine vorbildhafte Erfolgsgeschichte und ist damit zu Recht zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Kinder- und Jugendkultur unserer Stadt geworden.

Um die Sorgen der vielen jungen Menschen ernst zu nehmen und den vielfältigen Diskussionen und Gerüchten in dieser Angelegenheit Einhalt zu gebieten, fordern die Jusos Hagen Sie als Oberbürgermeister hiermit mit Nachdruck auf zeitnah eine öffentliche Informationsveranstaltung durchzuführen. Auf diesem Weg können die realen Pläne zum Umbau des stillgelegten Willi-Weyer-Bads in eine Seniorenwohnanlage sachgerecht vorgestellt werden.

An solch einer Veranstaltung sollten neben der Caritas als zukünftiger Betreiber (zum Beispiel in Person Ihres CDU-Parteifreunds Wolfgang Röspel in seiner Funktion als Caritas-Geschäftsführer) sowie dem Architekturbüro Meier+Partner nicht zuletzt auch die räumlich unmittelbar betroffenen Anlieger, also neben dem Kultopia unter anderem auch das Cuno-Berufskolleg, das Fichte-Gymnasium sowie die Kindertagesstätte Konkordiastraße, mit einbezogen werden.

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt interessiert uns als Hagener Jusos die Antwort auf die Frage, wie Sie gedenken den von der SPD-Ratsfraktion als unerlässlich eingeforderten uneingeschränkten Fortbestand des Kultopias – also im bisherigen Nutzungsumfang fortwährenden Betrieb – im weiteren Verfahren sicherzustellen.

In der Hoffnung auf eine positive Rückantwort, in der Sie sich als Oberbürgermeister unserer Stadt zum uneingeschränkten Fortbestand des Kultopias bekennen und die Forderung nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung aufgreifen, verbleibe ich im Namen des Hagener Juso-Unterbezirksvorstands

mit freundlichen Grüßen


Kevin Niedergriese
– stv. Vorsitzender der Jusos Hagen –