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  • Hagen, 07. April 2011

Hagener Jusos besichtigen Süleyman Moschee

Integration: Wir wollen kein Neben- oder Gegeneinander. Wir wollen ein Miteinander!

Die Hagener Jusos gemeinsam mit Genossen von "SPD ve biz" und Vertretern des Kultur- und Bildungsvereins beim Gruppenfoto inmitten der Süleyman Moschee.
Ein gleichberechtigter Dialog ist die Grundlage für ein erfolgreiches Zusammenleben von verschiedenen Kulturen und Religionen. Einen ersten Schritt zu einem solchen Dialog über Alters- und Kulturkreise hinweg machten die Jusos Hagen als sie am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion Mark Krippner und seinem Stellvertreter Claus Rudel auf Einladung des Hagener SPD-Arbeitskreises „SPD ve biz“ die Süleyman Moschee an der Körner Straße besuchten.

Das Kennenlernen einer auf den ersten Blick fremden Religion und Kultur stand dabei im Vordergrund. So führte der Juso-Vorsitzende Timo Schisanowski aus: „Dialog ist zwingende Voraussetzung von Integration, und deshalb sind wir froh und dankbar über die gemeinsame Veranstaltung und das damit ermöglichte persönliche Kennenlernen. Denn wir wollen kein Neben- oder Gegeneinander der Religionen und Kulturen. Wir wollen ein Miteinander.“

Vor diesem Hintergrund stand nach einer herzlichen Begrüßung durch Ibrahim Asma vom Kultur- und Bildungsverein und einer Besichtigung der Gebets- und Sozialräume der Moscheegemeinde eine gemeinsame Diskussionsrunde in den Räumen der Süleyman Moschee auf dem Besuchsplan. In dieser entwickelte sich ein angeregtes Gespräch, indem es den Jusos rund um das Kernthema der Integration vor allem darum ging, möglichst viel über den muslimischen Glauben im Allgemeinen und auch über die Gemeinde im Speziellen zu erfahren. Auf Fragen der Jusos reagierten die Vertreter der muslimischen Gemeinde dabei sehr offen und aufgeschlossen, so dass auch schwierige Gesprächsthemen, wie bestehende sprachliche Probleme und eine Sprachförderung, die Einrichtung eines islamischen Religionsunterrichts in den Schulen, die Bedeutung eines Kopftuches oder die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union, angesprochen wurden.

Abschließend war man sich einig darüber, dass Integrationsarbeit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt, an der sich alle beteiligen müssen und der gerade erfolgreich geknüpfte Kontakt auch in Zukunft gehalten und verstetigt werden sollte.